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Axel Hefer, Aufsichtsratschef des FC Schalke 04, spricht sich offen für eine Revolution der Bundesliga aus. Beim FC Bayern sieht man den Vorstoß der Königsblauen kritisch.
Axel Hefer, Aufsichtsratschef des FC Schalke 04, spricht sich offen für eine Revolution der Bundesliga aus. Beim FC Bayern sieht man den Vorstoß der Königsblauen kritisch. Die Klub-Bosse Axel Hefer vom FC Schalke 04 und Herbert Hainer vom FC Bayern haben unterschiedliche Meinungen. Wenn es um eine mögliche Reform der Bundesliga geht. Hefer, Aufsichtsratschef des Aufsteigers aus Gelsenkirchen, sieht die langjährige Dominanz des FC Bayern kritisch und spricht sich im Doppel-Interview bei "Bild" für eine Revolution aus: "Ich finde aus Fan- und auch aus Bayern-Sicht das Resultat nicht optimal. Mein Sohn hat in 13 Lebensjahren nur einmal einen anderen Meister erlebt – das wird irgendwann langweilig. Ich glaube, dass auch Bayern ein großes Interesse daran haben sollte, über den Spielmodus nachzudenken. "Dadurch würde "auch ein bisschen mehr Spannung in die Liga" kommen. So der 49-Jährige. Bayern-Boss Hainer vertritt andere Meinung - Hefer kontertHerbert Hainer, Präsident des FC Bayern, vertritt eine gänzlich andere Meinung: "Ich vermute mal, Sie sprechen von einer Einführung eines Playoff-Systems. Das sehen wir anders. Wer nach 34 Spieltagen an der Spitze steht, soll Deutscher Meister werden. "Als Beispiel führte Hainer die vergangene Basketball-Saison an. İn der der FC Bayern nach der regulären Saison souverän auf Platz eins thronte, dann aber in den Meister-Finals gegen Alba verlor. "Nicht falsch verstehen: in den Finalspielen war Alba dann besser und hat es somit verdient. Aber am ehrlichsten ist es, wenn derjenige Deutscher Meister wird, der nach der regulären Saison vorne ist", argumentierte der 72-Jährige. Hefer hielt dagegen und verwies auf eine "grundsätzlich unterschiedliche Sicht" in der Thematik: "Wir haben uns auf die Fahne geschrieben. Menschen zu begeistern – das ist unser oberstes Credo. Erfolg ist dabei ein zentraler Faktor, aber er steht nicht über allem. Wenn ich in Ihrer Situation wäre, fände ich es nicht erstrebenswert, jedes Jahr Meister zu werden – Begeisterung entsteht, wenn man etwas erreicht, was man eigentlich noch nicht sicher hat. "Hainer wiederum versicherte seinem Gegenüber. Wenn ich in Ihrer Situation wäre, fände ich es nicht erstrebenswert, jedes Jahr Meister zu werden – Begeisterung entsteht, wenn man etwas erreicht, was man eigentlich noch nicht sicher hat."Hainer wiederum versicherte seinem Gegenüber, dass der FC Bayern seine "Fans mehr als begeistern" kann - auch trotz Meisterschaften wie am Fließband.In keiner der fünf Top-Ligen Europas wird der Meister nach dem Playoff-System ermittelt. In keiner der fünf Top-Ligen Europas wird der Meister nach dem Playoff-System ermittelt. In Österreich und in der Schweiz etwa werden seit einigen Jahren nach der regulären Saison eine Meister- bzw. Abstiegsrunde gespielt. In der vergangenen Spielzeit hatte Sturm Graz nach der regulären Spielzeit Platz eins belegt, den Meisterkampf letztlich aber gegen LASK verloren. In der Schweiz setzte sich Aufsteiger FC Thun Berner Oberland sensationell in beiden Serien durch.